← Alle Sendungen

ZDFheute Nachrichten · 28. Juni 2026 · 18 Min.

Rente rauf, BAföG Stopp? Der harte Kampf um Generationengerechtigkeit |Markus Lanz vom 03. Juni 2026

Markus Lanz (Moderator)Johannes Winkel (Politiker, Chef der Jungen Union (CDU))Adis Ahmetovic (SPD-Politiker)Kerstin Münstermann (Journalistin)Ibrahim Naber (Kriegsreporter)
Stimmt

21

Teilweise

2

Irreführend

7

Falsch

1

Moderator/Gast
10 Aussagen
7! 3
Unbekannt
8 Aussagen
6~ 1! 1
Markus LanzModerator
5 Aussagen
3~ 11
Gast/Moderator
3 Aussagen
3
Gast (vermutlich Journalist/Kommentator)
3 Aussagen
2! 1
2:48Johannes Witting·Haushaltsbedarf der Koalition für 2027
Irr.98% sicher
aber eine Frist jedenfalls ergibt sich aus der Natur der Sache und die ist, dass wir im nächsten Haushaltsjahr 60000000000 Euro brauchen. Das heißt, das ist richtig. In diesem Jahr müssen die Reformen kommen, die ob die am dreißigsten Sechsten kommen oder am ersten Siebten, ist ehrlicherweise nicht so wichtig. Aber in diesem Jahr müssen sie kommen."

Kernaussage

Im nächsten Haushaltsjahr werden 60 Milliarden Euro benötigt.

Das Video stammt vom 4. Juni 2026, das „nächste Haushaltsjahr" ist damit 2027. Der Bundeshaushalt 2027 hat laut Kabinettsbeschluss vom 29. April 2026 ein Gesamtvolumen von 543,3 Milliarden Euro – nicht 60 Milliarden. Die Zahl 60 Milliarden Euro taucht im Haushaltsdiskurs tatsächlich auf, aber in einem ganz anderen Kontext: als projizierte Finanzierungslücke für das Jahr 2030 (laut ZDF und Bundesfinanzministerium ca. 60 Mrd. Euro). Für 2027 selbst wurde die ursprüngliche Lücke von ~20 Mrd. Euro weitgehend geschlossen, für 2028 verbleibt eine Lücke von ~29 Mrd. Euro. Die Aussage „60 Milliarden werden im nächsten Haushaltsjahr benötigt" ist damit irreführend – sie verwechselt oder vermischt eine zukünftige Finanzierungslücke (2030) mit dem Gesamtbedarf des kommenden Haushaltsjahres (2027).

Zeitlicher Kontext (Video vom 4. Juni 2026): Das „nächste Haushaltsjahr" ist 2027. Die Kabinetts-Eckwerte wurden am 29. April 2026 beschlossen, der finale Haushaltsbeschluss war für Anfang Juli 2026 geplant.
4:30Gast/Moderator·Zeitplan für Haushalt 2027 und Kabinettsitzung
Stimmt98% sicher
Der Haushalt am sechsten Juli soll das Kabinett über den Haushalt für 20 27 entscheiden, der wird vielleicht noch irgendwie funktionieren, danach geht es gar nicht mehr."

Kernaussage

Das Kabinett soll am 6. Juli 2026 über den Haushalt für 2027 entscheiden.

Die Behauptung ist korrekt. Laut offiziellen Quellen des Bundesfinanzministeriums ist der Kabinettsbeschluss über den Regierungsentwurf zum Bundeshaushalt 2027 und den Finanzplan bis 2030 „voraussichtlich am 6. Juli 2026" geplant. Das Kabinett hatte bereits am 29. April 2026 die Eckwerte beschlossen; der 6. Juli ist der nächste formale Schritt mit dem vollständigen Regierungsentwurf. Auch weitere Quellen (dbwv.de, forschung-und-lehre.de) bestätigen dieses Datum übereinstimmend.

Das Kabinett hatte bereits am 29. April 2026 die Eckwerte (Rahmendaten) für den Haushalt 2027 beschlossen. Der Beschluss am 6. Juli 2026 betrifft den vollständigen Regierungsentwurf – ein zweiteiliger Prozess, der im deutschen Haushaltsrecht üblich ist.
5:25Markus Lanz·Kosten der Rentenerhöhung 2026 im Haushalt
Teilw.98% sicher
Und Rente ist grad ans Stichwort gefallen. Sie sagen nur die Rentenerhöhung, nicht die Rentenausgaben, nur die Erhöhung in diesem Jahr kostet ungefähr 20000000000. Genau. Sei allen gegönnt."

Kernaussage

Die Rentenerhöhung in diesem Jahr kostet ungefähr 20 Milliarden Euro.

Laut der offiziellen Rentenwertanpassungsverordnung (Bundesrat Drucksache 243/26) entstehen durch die Rentenanpassung zum 1. Juli 2026 im Jahr 2026 selbst Mehraufwendungen von rund 9,3 Milliarden Euro – da die Erhöhung nur ein halbes Jahr wirkt. Ab dem Jahr 2027 entstehen jährliche Mehraufwendungen von rund 18,7 Milliarden Euro. Die von Markus Lanz genannte Zahl von „ungefähr 20 Milliarden" ist also für das Jahr 2026 zu hoch, trifft aber annähernd die Volljahreskostenperspektive ab 2027. ZDF berichtete zum Zeitpunkt der Ankündigung (Februar 2026) ebenfalls von „zweistelliger Milliardenhöhe" und verwies auf die Verordnung.

Die Rentenanpassungsverordnung ist die amtliche Quelle (Tier 1). Die Differenz zwischen Halbjahreskost 2026 (~9,3 Mrd.) und Volljahreskost ab 2027 (~18,7 Mrd.) ist entscheidend. Lanz' Aussage im Kontext des Videos vom 4. Juni 2026 bezieht sich auf „dieses Jahr", also 2026, wo nur ~9,3 Mrd. anfallen. Der Wert ~18–19 Mrd. wäre für Folgejahre korrekt.
5:34Markus Lanz·BAföG-Nichterhöhung im Vergleich zur Rentenerhöhung
Größt.98% sicher
Gleichzeitig reden wir über die Nichterhöhung beim BAFÖG. Da geht's im Vergleich dazu, lächerliche 100000000 und kürzen dann auch noch das Elterngeld. Was ist das für eine Prioritätensetzung mit Blick auf eine junge Generation?"

Kernaussage

Die Nichterhöhung beim BAföG kostet im Vergleich zur Rentenerhöhung lediglich rund 100 Millionen Euro.

Die Behauptung von Markus Lanz, die Nichterhöhung beim BAföG koste (im Vergleich zur Rentenerhöhung) nur rund 100 Millionen Euro, ist in der Größenordnung korrekt, aber unvollständig. Laut den Haushaltseckwerten der Bundesregierung ist für die erste Stufe der BAföG-Reform (Erhöhung der Wohnkostenpauschale von 380 auf 440 € zum Wintersemester 2026/27) ein Mehrbedarf von 127 Millionen Euro für 2027 eingeplant; das Deutsches Studierendenwerk nennt 67 Millionen Euro für eine frühere Teilmaßnahme. Die Gesamtkosten der BAföG-Reform über die gesamte Legislaturperiode (inkl. Grundbedarfsanpassung) werden jedoch auf über 1 Milliarde Euro geschätzt – die 100-Millionen-Angabe von Lanz bezieht sich damit offenbar nur auf die erste Stufe (Wohnkostenpauschale). Die Rentenerhöhung 2026 (4,24 %) kostet dem Bundeshaushalt dagegen mehrere Milliarden Euro zusätzlich, was den impliziten Vergleich grundsätzlich stützt.

Die erste Stufe der BAföG-Reform (Wohnkostenpauschale 380→440 €) kostet laut verschiedenen Quellen 67–127 Mio. € jährlich – die Angabe von Lanz liegt also in dieser Bandbreite. Die vollständige Reform inklusive Grundbedarfsanpassung würde jedoch ab 2028/29 rund 600 Mio. € jährlich kosten. Die Rentenerhöhung 2026 (+4,24 %) kostet die Rentenversicherung und den Bund ein Vielfaches davon.
5:57Unbekannt·Höhe der Rentenerhöhung 2026 und Inflation
Größt.98% sicher
Sie haben's angesprochen, nur die Erhöhung der Rente, 4.24 Prozent, deutlich über der Inflation, 20000000000. Ich will vielleicht einmal kurz, diese Prioritätensetzung zu erläutern, noch mal auf den Koalitionsvertrag eingehen."

Kernaussage

Die Rentenerhöhung in diesem Jahr beträgt 4,24 Prozent und liegt damit deutlich über der Inflation.

Die Rentenanpassung 2026 von 4,24 Prozent zum 1. Juli 2026 ist durch amtliche Quellen belegt: Das Bundeskabinett beschloss die Rentenwertbestimmungsverordnung 2026 am 29. April 2026, der Bundesrat hat zugestimmt. Der Rentenwert steigt damit von 40,79 € auf 42,52 €. Die Inflation lag im April 2026 bei 2,9 Prozent, sodass die Rentenerhöhung die Inflation übersteigt – der Abstand beträgt jedoch nur ca. 1,3 Prozentpunkte. Das Wort „deutlich" ist etwas übertrieben, zudem sind Abzüge durch Steuern und Sozialabgaben sowie die langfristigen Preisfolgen der Inflationsjahre zu berücksichtigen.

Die Rentenanpassung bezieht sich auf die Bruttorente. Netto kann die Erhöhung aufgrund von Steuerprogression und steigenden Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung spürbar geringer ausfallen. Außerdem hat das Preisniveau seit 2021 insgesamt stark zugelegt – eine Rückkehr zu früheren Preisniveaus erfolgt durch eine Inflationsrate unter der Rentenerhöhung nicht.
7:25Unbekannt·Zur Altersstruktur der Wählerschaft von SPD und CDU
Teilw.98% sicher
Ich hab mir das angeguckt, im im Schnitt sind Wählerinnen und Wähler der SPD und auch der CDU an die 58 Jahre alt. Ja, das mag sein, aber es ist vor allem ein Missverständnis."

Kernaussage

Der Altersdurchschnitt der Wählerinnen und Wähler von SPD und CDU beträgt jeweils rund 58 Jahre.

Die Behauptung, der Altersdurchschnitt der SPD- und CDU-Wählerschaft liege bei jeweils rund 58 Jahren, trifft die Grundtendenz: Beide Parteien haben eine deutlich überalterte Wählerschaft. Laut Bundeswahlleiterin (BTW 2025) kamen bei der SPD 56,4 % der Stimmen von Wählern über 60 Jahre (33,3 % von 70+, 23,1 % von 60–69), bei der CDU 54 % (32,5 % von 70+, 21,5 % von 60–69). Eine exakte Zahl von „58 Jahren Durchschnitt" ist in den verfügbaren amtlichen Quellen jedoch nicht ausgewiesen – die Daten werden nur in Altersgruppen publiziert, nicht als Mittelwert. Schätzungen auf Basis der Gruppenverteilungen legen für die SPD einen Median/Mittelpunkt deutlich oberhalb von 60 Jahren nahe, für die CDU ähnlich – was „rund 58" als mögliche, aber nicht belegte Annäherung erscheinen lässt.

Der Bundeswahlleiter und das Statistische Bundesamt veröffentlichen Wählerdaten nur in Altersgruppen, nicht als Mittelwert. Berechnungen des Durchschnittsalters auf Basis dieser Gruppen ergeben für SPD und CDU Werte, die plausibel im Bereich 57–62 Jahre liegen könnten – je nach Methode. Der Trend der Überalterung beider Wählerschaften ist klar dokumentiert und akzelliert: Bei der BTW 2025 kamen bei der SPD über 56 % der Stimmen von 60+-Jährigen.
8:42Moderator/Gast·Kosten der Mütterrente im aktuellen Koalitionsvertrag
Irr.98% sicher
Könnte auch die Mütterrente einfach wieder beerdigen, die die CSU in diesem Koalitionsvertrag in ein verhandelt. 20000000000 in dieser Koalition kostet in dieser — Die sind ja 20000000000 insgesamt In dieser Legislatur. In dieser Legislatur. 20000000000. Alle 3 Teile der Mütterrente, ja."

Kernaussage

Die Mütterrente kostet in dieser Legislatur insgesamt 20 Milliarden Euro.

Die Behauptung, die Mütterrente koste "in dieser Legislatur insgesamt 20 Milliarden Euro", ist in dieser Form irreführend und unvollständig. Laut ifo Institut belastet die Mütterrente III (die Erweiterung ab 2027) den Bundeshaushalt bis zum Jahr 2031 mit "rund 20 Milliarden Euro" – das entspricht einem kumulierten Zusatzbetrag der Mütterrente III über etwa vier Jahre. Die laufenden Gesamtkosten der Mütterrente (I+II) betragen hingegen bereits heute 13,5 Milliarden Euro *jährlich* (laut Deutscher Rentenversicherung), was in einer ganzen Legislaturperiode (4 Jahre) weit über 50 Milliarden Euro ergibt. Die Zahl "20 Milliarden" beschreibt also nur die zusätzlichen Kosten der Erweiterung (Mütterrente III) bis 2031, nicht die Gesamtkosten der Mütterrente in der Legislatur.

Die aktuelle Legislaturperiode begann 2025. Die Mütterrente III (Erweiterung ab 1.1.2027) kostet laut ifo bis 2031 kumuliert ~20 Mrd. Euro zusätzlich aus Steuermitteln. Die bestehenden Mütterrenten I+II kosten bereits ~13,5 Mrd. Euro/Jahr aus der Rentenversicherung – was über die gesamte Legislatur ein Vielfaches von 20 Milliarden ergibt. Die Gesamtkosten der Mütterrente in dieser Legislaturperiode betragen damit ein Vielfaches der genannten 20 Milliarden.
11:05Unbekannt·Verhältnismäßigkeit von Renten- vs. BAföG-Ausgaben
Irr.98% sicher
Und auf der anderen Seite reden wir tatsächlich zum Beispiel bei der BAföG Anpassung, Elterngeldanpassung über relativ kleine Beträge. Über 100000000 Euro. Und da stimmt einfach die Verhältnismäßigkeit überhaupt nicht."

Kernaussage

Die BAföG-Anpassung und Elterngeldanpassung kosten jeweils nur rund 100 Millionen Euro.

Die Behauptung, die BAföG-Anpassung koste „nur rund 100 Millionen Euro", ist irreführend und stark vereinfacht. Laut Haushaltseckwerten des Kabinetts sind allein für 2027 Mehrausgaben von 127 Millionen Euro eingeplant – aber die Gesamtkosten der Reform für die Legislaturperiode werden auf über 1 Milliarde Euro geschätzt (taz, DW). Die 127 Millionen beziehen sich nur auf den ersten Schritt (Wohnkostenpauschale), während die Grünen-Sprecherin Asar die vollen jährlichen Kosten von Wohnpauschale und Grundbedarfsanhebung auf rund 600 Millionen Euro bezifferte. Für das Elterngeld lagen keine belastbaren Zahlen in den Suchergebnissen vor, die eine Zahl von „rund 100 Millionen" stützen würden; die Regierung plant laut iamexpat.de vielmehr Einsparungen von 540 Millionen Euro beim Elterngeld bis 2027.

Zum Videodatum (4. Juni 2026) war die BAföG-Reform noch nicht vollständig beschlossen; die Debatte über die Finanzierung war im Gange. Die genannten ~100 Mio. € könnten sich auf den ersten Schritt (Wohnkostenpauschale, WS 2026/27) beziehen, was jedoch den Gesamtrahmen der Reform massiv unterschlägt.
14:10Markus Lanz·Zur Mehrheitssituation der Koalition im Bundestag
Stimmt98% sicher
Beim Thema Rentner hat sich Herr Winklert tatsächlich nichts vorzuwerfen, weil er vor im Dezember oder im Winter den eigenen Kanzler schon mal so weit brachte, dass der offensichtlich mit sich rang, ob er eine Vertrauensfrage stellen soll, weil es nicht klar war, ob ihm die eigene Fraktion und die SPD folgen. Es gibt nur 12 Stimmen Mehrheit für die Koalition im Bundestag."

Kernaussage

Die Koalition hat im Bundestag nur 12 Stimmen Mehrheit.

Die schwarz-rote Koalition aus CDU/CSU und SPD verfügt nach der Bundestagswahl 2025 über 328 von 630 Sitzen (CDU: 164, CSU: 44, SPD: 120). Die absolute Mehrheit liegt bei 316 Stimmen, womit die Koalition rechnerisch einen Überhang von genau 12 Stimmen hat. Dies wird auch von der Tagesschau explizit bestätigt: „Schwarz-rot hat nur eine Mehrheit von 12 Stimmen." Diese knappe Mehrheit wurde u.a. im Rentenstreit relevant, als 18 Abgeordnete der Jungen Union (Junge Gruppe) mit einer Gegenstimme drohten.

Die Koalition aus CDU/CSU (208 Sitze) und SPD (120 Sitze) kommt auf 328 Sitze. Die absolute Mehrheit im 630 Sitze zählenden Bundestag liegt bei 316. Das ergibt eine Mehrheit von exakt 12 Stimmen – eine der knappsten Regierungsmehrheiten in der Geschichte des Bundestags. Besonders im Rentenstreit (Herbst 2025) wurde die Verletzlichkeit dieser Mehrheit deutlich, als 18 Abgeordnete der Jungen Gruppe/Jungen Union Widerstand ankündigten.
15:38Gast (vermutlich Journalist/Kommentator)·Politische Rolle von Bärbel Bas
Stimmt98% sicher
Diesen Vorschlag, das hat Bärbel Bas Arbeitsministerin, SPD Chefin gesagt, wird sie umsetzen, denn die Auseinandersetzung hatten Sie ja vor allem mit Frau Baas. Der Kanzler war ja inhaltlich eher bei Ihnen."

Kernaussage

Bärbel Bas ist sowohl Arbeitsministerin als auch SPD-Vorsitzende.

Bärbel Bas wurde am 6. Mai 2025 zur Bundesministerin für Arbeit und Soziales im Kabinett Merz ernannt. Am 29. Juni 2025 wurde sie beim SPD-Parteitag mit 95 % der Stimmen zur Co-Vorsitzenden der SPD gewählt – gemeinsam mit Lars Klingbeil. Zum Zeitpunkt des Videos (4. Juni 2026) bekleidete sie damit nachweislich beide Ämter gleichzeitig. Dies wird durch Wikipedia, DW, tagesschau.de und spd.de übereinstimmend bestätigt.

Bas ist Co-Vorsitzende der SPD – gemeinsam mit Lars Klingbeil. Die Formulierung „SPD-Vorsitzende" (ohne „Co-") ist im alltäglichen Sprachgebrauch üblich und nicht irreführend, da beide Vorsitzenden gleichrangig sind.
17:36Moderator/Gast·Rente als größter Haushaltsposten des Bundes
Stimmt98% sicher
Da ist ja der Finanzminister Lars Klingbeil, Vizekanzler, SPD-Chef, der als Erster in seinen Haushalt guckt und sagt, der größte Posten ist die Rente, also die staatlichen Hilfen für diese Rente. Das wird nicht funktionieren, das weiß er auch."

Kernaussage

Der größte Posten im Bundeshaushalt sind die staatlichen Hilfen für die Rente.

Die staatlichen Zuschüsse zur gesetzlichen Rentenversicherung sind im Bundeshaushalt 2026 mit 127,84 Milliarden Euro der größte Einzelposten – bei Gesamtausgaben von 524,5 Milliarden Euro. Das entspricht knapp einem Viertel aller Bundesausgaben. Zum Vergleich: Der Verteidigungsetat beträgt 82,7 Milliarden Euro. Das ifo Institut bestätigt, dass diese Rentenzuschüsse sogar ein Drittel aller geplanten Steuereinnahmen ausmachen.

Die 127,84 Mrd. Euro umfassen den allgemeinen Bundeszuschuss (64,36 Mrd. €), den zusätzlichen Zuschuss (33,67 Mrd. €) sowie Beitragszahlungen für Kindererziehungszeiten (19,67 Mrd. €) und weitere Posten. Der Gesamtetat des BMAS (197,4 Mrd. €) ist noch größer, enthält aber auch Bürgergeld, Grundsicherung und weitere Leistungen.
17:36Moderator/Gast·Ämter von Lars Klingbeil in der Bundesregierung
Größt.98% sicher
Da ist ja der Finanzminister Lars Klingbeil, Vizekanzler, SPD-Chef, der als Erster in seinen Haushalt guckt und sagt, der größte Posten ist die Rente, also die staatlichen Hilfen für diese Rente."

Kernaussage

Lars Klingbeil ist Finanzminister, Vizekanzler und SPD-Chef.

Lars Klingbeil ist seit dem 6. Mai 2025 Bundesminister der Finanzen und Vizekanzler im Kabinett Merz, bestätigt durch die offizielle Bundesregierungs-Website. Zudem ist er seit Dezember 2021 SPD-Vorsitzender. Die Aussage ist inhaltlich korrekt, jedoch leicht unvollständig: Klingbeil führt die SPD nicht allein, sondern gemeinsam mit Bärbel Bas als Co-Vorsitzender (seit 2025, zuvor mit Saskia Esken). Der Begriff „SPD-Chef" ohne den Zusatz „Co-" ist daher vereinfachend, aber nicht falsch.

Klingbeil führt die SPD nicht allein: Seit 2025 ist Bärbel Bas seine Co-Vorsitzende. Die vereinfachte Bezeichnung „SPD-Chef" ist im Volksmund gebräuchlich, aber technisch ungenau.

Aussagen live beim Schauen prüfen?

Die Faktencheck-Extension prüft Aussagen automatisch, während du politische Talkshows auf YouTube schaust — mit Quellen und Bewertungen in der Seitenleiste.

Extension installieren →