▶ 3:24Sandra Maischberger·Friedrich Merz' Rolle im Beirat von StihlGrößt.98% sicher
„Sie kennen Friedrich Merz, weil er bei Ihnen auch im Beirat war, also bei Stihl, also 2016 bis 2021. Sie und die Wirtschaft, die haben ja diesem Merz viel zugetraut."
Kernaussage
Friedrich Merz war von 2016 bis 2021 im Beirat der Firma Stihl.
Der Stihl-Jahresbericht 2021 bestätigt, dass Friedrich Merz Mitglied des Beirats der STIHL Holding AG & Co. KG war und sein Mandat am 31. Juli 2021 endete. Auch im Jahresbericht 2020 ist er als Beiratsmitglied gelistet. Das Endjahr 2021 ist damit klar belegt. Ein Zeitungsartikel aus Waiblingen berichtet über einen Auftritt von Merz bei Stihl im Jahr 2017, was die Mitgliedschaft zu diesem Zeitpunkt stützt. Das genaue Startjahr 2016 lässt sich aus den vorliegenden Quellen nicht präzise verifizieren, ist jedoch plausibel und wird nicht widerlegt. Der Kern der Aussage – Beiratsmitgliedschaft bei Stihl bis 2021 – ist durch primäre Unternehmensquellen belegt.
ℹDas genaue Startjahr 2016 ist durch die vorliegenden Quellen (Jahresberichte ab 2020 zugänglich) nicht direkt verifizierbar, aber plausibel. Früheren Jahresberichte von Stihl (z.B. 2016/2017) wären nötig, um das Startjahr exakt zu bestätigen. Das Endjahr 31. Juli 2021 ist eindeutig belegt.
▶ 4:31Sandra Maischberger·Cem Özdemir als Ministerpräsident von Baden-WürttembergStimmt68% sicher
„Ich möchte hier, glaube ich, keine Partei nun wirklich in den Senkel stellen. Ich glaube auch, was unser derzeitiger Ministerpräsident gesagt hat, Cem Özdemir, das zum Regieren eigentlich gehört, dass man sich in die Küche zurückzieht."
Kernaussage
Cem Özdemir ist derzeit Ministerpräsident (von Baden-Württemberg).
Cem Özdemir ist seit dem 13. Mai 2026 Ministerpräsident von Baden-Württemberg – dies wird durch die offizielle Landeswebsite, das Staatsministerium Baden-Württemberg sowie Wikipedia (deutsch und englisch) eindeutig bestätigt. Die Grünen gewannen die Landtagswahl am 8. März 2026 knapp vor der CDU, woraufhin Özdemir eine grün-schwarze Koalition bildete. Zum Zeitpunkt des Videos (4. Juni 2026) ist die Aussage von Sandra Maischberger korrekt.
ℹÖzdemir ist der erste Ministerpräsident eines deutschen Bundeslandes mit türkischen Vorfahren. Er trat die Nachfolge von Winfried Kretschmann (Grüne) an, der das Amt von 2011 bis 2026 innehatte.
▶ 5:49Moderatorin·Steuerpolitik unter Helmut Kohl im VergleichTeilw.98% sicher
„Es gab noch mal 'n CDU Kanzler, Frau Herrmann zitiert den gerne, Helmut Kohl, da war der Spitzensteuersatz bei 53 Prozent und es gab Vermögenserbschaftssteuern noch in höherer Form."
Kernaussage
Unter Helmut Kohl (CDU) lag der Spitzensteuersatz bei 53 Prozent.
Der Spitzensteuersatz von 53 Prozent galt tatsächlich unter Helmut Kohl – allerdings erst ab 1990 bis zu seinem Ausscheiden 1998. In Kohls ersten beiden Amtszeiten (1982–1990) lag der Spitzensteuersatz noch bei 56 Prozent, den sein Vorgänger Helmut Schmidt (SPD) eingeführt hatte. Kohl senkte den Satz 1990 von 56 auf 53 Prozent. Die Aussage ist daher nur für die Phase 1990–1998 korrekt und lässt den höheren Satz der früheren Kohl-Jahre außer Acht.
ℹHelmut Kohl regierte von 1982 bis 1998. Der Spitzensteuersatz betrug in dieser Zeit zunächst 56% (1982–1990) und wurde dann 1990 auf 53% gesenkt. Erst unter Gerhard Schröder (SPD) fiel er schrittweise auf 42%. Die Aussage „53 Prozent unter Kohl" ist also korrekt für die Phase 1990–1998, aber unvollständig für die gesamte Kohl-Ära.
▶ 7:35Nikolas Stihl·Vergleich Arbeitskosten Schweiz vs. DeutschlandFalsch98% sicher
„Sie haben ja Standorte überall auf der Welt. Richtig. Unter anderem auch einen schon in der Schweiz. Nämlich wenn die Standortbedingungen in Deutschland nicht bis 2030 besser werden, dann werden sie in einem anderen Land investieren und die Schweiz, die sei da geeignet. Ja, zum einen ist es tatsächlich so, dass die Arbeitskosten in der Schweiz derzeit etwa 9 Prozent unter den Deutschen liegen."
Kernaussage
Die Arbeitskosten in der Schweiz liegen derzeit etwa 9 Prozent unter den deutschen Arbeitskosten.
Die Behauptung ist faktisch falsch. Laut Destatis (basierend auf Eurostat-Daten, Stand April 2026) betragen die deutschen Arbeitskosten ca. 45,00 €/Stunde. Die Schweizer Arbeitskosten liegen laut Eurostat-Datenbank (lc_lci_lev) bei ca. 47,0 €/Stunde (2025, provisorisch) – und das nur für den Eurostat-Vergleichsrahmen, der die Schweiz als Nicht-EU-Land erfasst. Der Schweizer Arbeitgeberverband berichtet eine Differenz von ca. 27 €/Stunde zuungunsten der Schweiz gegenüber Deutschland (Stand ca. 2025), was einem Schweizer Aufschlag von über 50 % entspricht. Bereits 2015 lagen die Schweizer Arbeitskosten mit 58,13 €/Stunde weit über dem deutschen Niveau von 38,99 €/Stunde (IW Köln/Eurostat). Die Behauptung, die Schweiz liege 9 % *unter* Deutschland, ist das genaue Gegenteil der tatsächlichen Datenlage.
ℹDie Schweiz gehört zu den teuersten Arbeitsstandorten weltweit und liegt deutlich ÜBER den deutschen Arbeitskosten. Der Eurostat-Datensatz (lc_lci_lev) zeigt für 2025 provisorisch ca. 47 €/Std. für die Schweiz vs. ca. 44,7 €/Std. für Deutschland. Das IW Köln weist für das verarbeitende Gewerbe noch weit größere Unterschiede aus (Schweiz ca. 50 % teurer). Nikolas Stihl ist Vorsitzender des Familienunternehmens Stihl AG; der Kontext seiner Aussage ist unklar, möglicherweise bezog er sich auf einen sehr spezifischen Teilbereich oder einen bestimmten Wechselkurszeitraum – ein solches Szenario ist jedoch nicht belegbar.
▶ 8:01Nikolas Stihl·Vergleich Arbeitskosten und Arbeitszeit Schweiz vs. DeutschlandIrr.98% sicher
„Wir müssen die ganzen Lohnnebenkosten, die da oben drauf sind, führen letztendlich dazu, dass die Arbeitskosten in Deutschland deutlich über den in der Schweiz liegen. Zudem arbeiten die Schweizer natürlich auch mehr als wir Deutschen. 200 Stunden im Jahr hab ich mal gelesen. Ja. Das wären so etwa 5 Wochen."
Kernaussage
Schweizer Arbeitnehmer arbeiten etwa 200 Stunden im Jahr mehr als Deutsche.
Die OECD-Daten zeigen zwar einen Unterschied von ca. 195 Stunden (Schweiz ~1.530 h vs. Deutschland ~1.335 h), jedoch warnt die OECD selbst ausdrücklich, diese Zahlen seien „für Vergleiche bezüglich der Höhe der durchschnittlichen Jahresarbeitszeiten nicht geeignet, wegen Unterschieden bei den Quellen und Berechnungsmethoden". Das deutsche Statistische Bundesamt errechnet auf Basis vergleichbarer Methodik lediglich ca. 42 Stunden mehr pro Jahr für Schweizer Arbeitnehmer. Das Schweizer Bundesamt für Statistik zeigt sogar, dass die Schweizer mit 32,3 Wochenstunden (bzw. 30,9 h inkl. Absenzen) weniger arbeiten als Deutsche. Die Behauptung stützt sich damit auf methodisch ungeeignete Daten und erzeugt ein irreführendes Bild.
ℹDiese Aussage wird auch von deutschen Politikern (Merz, Hagel, Rülke) regelmäßig verwendet. Die Kernaussage, dass Deutsche im internationalen Vergleich weniger arbeiten, ist grundsätzlich belegt – die konkrete Zahl von „200 Stunden" ist aber methodisch nicht haltbar und wurde von mehreren Faktencheckern (SWR, CORRECTIV) als irreführend eingestuft.
▶ 9:34Nikolas Stihl·Internationaler Umsatzanteil des Unternehmens StihlGrößt.98% sicher
„Gut, also noch einmal, wir sind — wir machen 91 Prozent unseres Umsatzes weltweit. Wir haben aber immer noch 30 Prozent unserer Mitarbeiter in Deutschland."
Kernaussage
Stihl macht 91 Prozent seines Umsatzes weltweit (außerhalb Deutschlands).
Nikolas Stihl behauptet, dass Stihl 91 Prozent seines Umsatzes außerhalb Deutschlands erwirtschaftet. Laut dem offiziellen STIHL Geschäftsbericht 2024 lag der Auslandsanteil des STIHL-Konzerns bei 90,4 Prozent (2023: 90,5 %, 2022: 90,2 %). Der Kern der Aussage stimmt – rund 90 % des Umsatzes werden im Ausland erzielt –, die genannte Zahl von „91 Prozent" ist jedoch leicht überhöht. Konsistent über mehrere Jahre bewegt sich der Wert zwischen 90,2 % und 90,5 %.
ℹNikolas Stihl ist Beiratsvorsitzender der STIHL Gruppe und Sohn des Unternehmensgründers Andreas Stihl. Die Aussage stimmt der Tendenz nach, rundet aber großzügig auf: Der tatsächliche Wert lag 2024 bei 90,4 % und in keinem der vergangenen Jahre bei 91 %.
▶ 9:38Nikolas Stihl·Mitarbeiteranteil von Stihl in DeutschlandGrößt.68% sicher
„Wir machen 91 Prozent unseres Umsatzes weltweit. Wir haben aber immer noch 30 Prozent unserer Mitarbeiter in Deutschland."
Kernaussage
30 Prozent der Stihl-Mitarbeiter sind in Deutschland beschäftigt.
Laut dem offiziellen STIHL-Geschäftsbericht 2023 beschäftigte die STIHL-Gruppe weltweit 19.805 Mitarbeitende, davon 6.703 in Deutschland – das entspricht rund 33,8 Prozent. Für 2024 melden offizielle Quellen (STIHL Pressemitteilung, Finanzen100) weltweit 19.732 Beschäftigte, davon 6.064 im deutschen Stammhaus, was einem Anteil von rund 30,7 Prozent entspricht. Die Aussage von Nikolas Stihl, dass 30 Prozent der Mitarbeiter in Deutschland beschäftigt sind, ist damit im zeitlichen Kontext (Jahresbeginn 2026, basierend auf 2024-Zahlen) sachlich korrekt bzw. leicht untertreibend.
ℹNikolas Stihl ist Aufsichtsratsvorsitzender der STIHL Holding. Der genaue Anteil liegt je nach Bezugsjahr zwischen 30,7% (2024) und 33,8% (2023). Die Aussage „30 Prozent" ist eine leichte Abrundung, trifft aber im Kern zu. Das deutsche Stammhaus umfasst mehrere Standorte in der Region Stuttgart, im Landkreis Konstanz und in Rheinland-Pfalz.